St. Marien im April 1945
Willkommen
Wir begrüßen Sie auf der homepage der Geschichtswerkstatt Uelzen e.V. und möchten Sie mit unserer Arbeit vertraut machen. Über Rückmeldungen, Hinweise und ergänzende Mitteilungen würden wir uns freuen. weiter lesen
Aktuelles
Stolpersteinverlegung Herbst 2012
Die Verlegung weiterer Stolpersteine ist zur Zeit in Planung. Voraussichtlich im Oktober werden für etwa fünf weitere ermordete Uelzener jüdischen Glaubens Stolpersteine gesetzt. Der genaue Termin der Aktion wird beizeiten bekannt gegeben..
Sieben Stolpersteine 2011 in Uelzen gesetzt
Auf der Basis enger Zusammenarbeit mit dem Bürgermeister der Stadt Uelzen Otto Lukat und der Geschichtswerkstatt Uelzen e.V. beschloss der Rat der Stadt Uelzen, mit einem "Stolperstein" an jüdische Uelzener Bürger und Bürgerinnen, die in der Zeit des Nationalsozialismus ermordet wurden, zu erinnern und sie zu ehren.
Am Nachmittag des 18. August 2011 wurden vom Kölner Künstler Gunter Demnig sieben Stolpersteine gesetzt:
In der Luisenstr. 57 für Albert Heumann


in der Lüneburger Str. 56 für Antonie und Max Lerner

in der Brückenstr. 5
für Ella Lina und Klara Plaut sowie Anna Frieda
und Gerd Jordan



"Die Stolpersteine erinnern daran, dass die ermordeten Uelzener Juden Bürger dieser Stadt waren, in der sie sich bis zu Beginn der NS-Gewaltherrschaft wohl fühlten", so Dietrich Banse von der Geschichtswerkstatt Uelzen. Für die Angehörigen der Opfer – Rachel und Aron Behar waren eigens aus Israel angereist – sei der Stolperstein auch ein Grabstein und deren Verlegung ein persönliches Bedürfnis.
Die Stadt Uelzen orientiert sich dabei an einer Liste von 19 Personen, die Dietrich Banse von der Geschichtswerkstatt erarbeitet hat.
Mit der Verlegung der Stolpersteine gehört Uelzen zu den 500 Städten im In- und Ausland, in denen inzwischen 28.000 Steine liegen, die an jüdische und nicht-jüdische Opfer nationalsozialistischer Gewaltherrschaft erinnern.
Der bei Köln lebende Gunter Demnig verlegt die Steine europaweit seit etwa 15 Jahren. Die Kosten für die Steine von ca. 100 Euro werden – wie auch in Uelzen – meist durch Patenschaften aufgebracht.
Mit seinen Stolpersteinen hat Gunter Demnig einen völlig neuen Begriff des Denkmals begründet: Nicht der "einmalige" Museumsbesuch – sondern mitten im Alltag (und das heißt täglich) durch einen kleinen Hinweis unter den Füßen mit der Geschichte konfrontiert werden und so "Erinnerung begehbar machen" (Salomon Korn, stellv. Vorsitzender des Zentralrats der Juden in Deutschland). So sieht es auch der Künstler: "Es ist schmerzhaft, den Stolperstein zu legen, aber es ist auch gut. Weil dann etwas zurückkehrt – die Erinnerung."